Ein Traum wird wahr: dank Comic-Creator kann ich mir meine eigenen Garfield-Comics basteln!
Archiv für Juni 2007
Garfield
Juni 26, 2007„Das Model und der Freak“
Juni 21, 2007Ein weiteres Highlight im nicht enden wollenden kreativen Strom der Doku-Shows.
Das Prinzip ist natürlich wieder das Gleiche. Unter irgendeinem fadenscheinigen Oberthema werden sensationslüstern mehr oder weniger willige Probanden abgefilmt, um aus dem entstehenden Material verwertbare Szenen mit hohem emotionalem Potential videoclipartig und werbepausentauglich zusammenzuschneiden und mit einem mal aufpeitschenden, mal anrührenden Evergreen-Charthit-Mix zu untermalen. Eine Beleidigung für jeden Entspannung und Zerstreuung suchenden Einschalter.
Doch diesmal ist schon der Titel der Show eine Frechheit. Da werden doch die harmlosen und hoffnungsvollen Ex-Singles in spe als nicht in die als vorhanden vorausgesetzten Normen unserer Gesellschaft passende ‘Freaks’ bezeichnet, während die beiden Moderatorinnen durch ihren Beruf des Models als qualifizierte und authorisierte Runtermacher und Wiederaufbauer der Egos der zwei Opfer inthronisiert werden. Deshalb schlage ich mich hiermit aus vollem Herzen auf die Seite der ‘Freaks’ mit der Bitte solche zu bleiben, denn ohne sie wäre es nicht zu jenem sinnreichen, das gesamte Konzept der Show entlarvenden Satz gekommen. Vor dem ersten Zusammentreffen mit den Models antwortete einer der beiden Freaks auf die Frage, wie er sich denn so ein Model vorstellen würde, folgendermaßen:
„Na, eigentlich wie Stewardessen. Nett anzusehen und so. Nur ohne die Anweisungen wo die Notausgänge sind.“
Kinobesuch mit Selbsterkenntnis
Juni 17, 2007Gestern im Kino hab ich mit nem Abschnitt aus der 5-er Goldkarte gezahlt. Die sind ja alle nummeriert, damit nicht mehrere Leute mit einem Ticket reinkönnen. Da sagte das Mädel an der Kinokasse: „Ha, die Nummer hab ich ja tatsächlich noch nicht.“ – hat kurz gedauert, bis ichs verstanden hab, da ich erstmal an die Euro-Rückseiten-Sammel-Wütigen gedacht hab – was ja aber gar keinen Sinn macht – bis ich dann kapiert hab, dass sie lauter dieser winzigen Goldkartenabschnitte vor sich liegen hat und immer alle Nummern vergleicht. „Ich vergleich die nämlich schon“, setzte sie mit einem gewichtigen Kopfnicken dann auch nach. Hm, eigentlich bin ich davon in unserer kontrollfanatischen und datenspeicherreichen Zeit vollkommen ausgegangen. Ich hätte nur erwartet, dass sie das elektronisch machen. Ist ja erstens von höherer Instanz viel besser kontrollierbar, ob denn die Gute an der Kasse das auch korrekt macht, und zweitens, was noch viel wichtiger ist, auch noch für Zweitverwertungen a la „Erhebungen über das Kinobesuchverhalten von Goldkartenerwerbern“ nutzbar. Und diese Chance lassen die sich entgehen… Nicht zu fassen. Eigentlich müsste man da ja als Kinobesucher schon fast darauf bestehen, da man dadurch ja fast den Eindruck erhält, kundengerechte Verbesserungen lägen nicht im Interesse des Kinos. Geradezu unverschämt… Bitte überwachen Sie mich!!!
Genug der Scherze, denn die ganze Epsiode brachte mich ernsthaft zum Nachdenken. Es ist doch eigentlich erschreckend, dass ich es völlig natürlich gefunden hätte, dass man Daten von mir speichert. Zugegeben einigermaßen anonym, aber das lässt sich ja auch auf andere Bereiche übertragen. Und wieder einmal bleibt mir angesichts solcher Selbsterkenntnis ein mulmiges Gefühl und die vage Hoffnung, für die Zukunft daraus etwas gelernt zu haben.
